{"id":86,"date":"2012-02-24T23:06:45","date_gmt":"2012-02-24T22:06:45","guid":{"rendered":"http:\/\/keinbierfuernazis.noblogs.org\/?p=86"},"modified":"2012-02-25T00:39:26","modified_gmt":"2012-02-24T23:39:26","slug":"offener-brief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/keinbierfuernazis.noblogs.org\/?p=86","title":{"rendered":"Offener Brief"},"content":{"rendered":"<p align=\"right\"><em>Wuppertal, den 24. Februar 2012<\/em><\/p>\n<p><strong>Sehr geehrte Lokalbetreiber*innen, liebe interessierte \u00d6ffentlichkeit!<\/strong><\/p>\n<p>Die Kampagne \u201eKein Bier f\u00fcr Nazis\u201c wurde letztes Jahr ins Leben gerufen. Anlass war die deutlich gesteigerte Aktivit\u00e4t von organisierten Neonazis in Wuppertal. Ein vielleicht nicht direkt offensichtliches, aber dennoch sehr elementares Bet\u00e4tigungsfeld der Nazis ist, sich in normalen Kneipen und Diskotheken herum zu treiben. Deren Publikum ist selbstverst\u00e4ndlich in der Mehrzahl nicht rechts orientiert, sondern setzt sich aus vielen Spektren der Gesellschaft zusammen. Die Nazis versuchen sich so in Lokalit\u00e4ten zu etablieren, um im lockeren Rahmen ihr menschenverachtendes Gedankengut zu normalisieren und zu verbreiten.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus bedienen sie sich auch ihrer altbekannten Vorgehensweise, n\u00e4mlich Menschen, die in ihrem rassistischen und faschistischen Weltbild keine Lebensberechtigung haben, auch k\u00f6rperlich anzugreifen.<\/p>\n<p>Deshalb fordert die Kampagne \u201eKein Bier f\u00fcr Nazis\u201c Lokalbetreiber*innen auf, Nazis keinen Raum zu geben und bekannte und als Nazis erkennbare Personen keinen Einlass in ihren Lokalit\u00e4ten zu gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Wie unglaublich gef\u00e4hrlich Nazistrukturen sind, zeigt auf besonders deutliche Weise die vor kurzem zu Tage getretene Mordserie des \u201eNSU\u201c. Neben diesem besonders hervorstechenden Beispiel haben Nazis in den letzten beiden Jahrzehnten weit \u00fcber hundert Menschen get\u00f6tet, H\u00e4user angez\u00fcndet, und etliche mehr angegriffen und verletzt.<br \/>\nAuch in Wuppertal werden Menschen immer wieder Opfer von brutalen Angriffen der Nazis (siehe <a href=\"\/?page_id=46\">Chronik<\/a>).<\/p>\n<p><strong>Besonders m\u00fcssen wir leider auf drei Lokale und Clubs in Wuppertal-Elberfeld eingehen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Der \u201eClub Pavillon\u201c<\/strong>, <em>(\ufeffClub Pavillon, Bundesallee 268-272, 42103 Wuppertal, eMail:info[at]club-pavillon.de)<\/em>:<br \/>\nIm Pavillon verkehren regelm\u00e4\u00dfig Nazis (u.a. Lasse Femers, Jack Schmitz (Radevormwald), Tim Schulze-Oben, Maik Inderhees (Viersen), Jennifer Heuke und Marc Fiedler <em>(siehe Anlage 1,2,3,4)<\/em>) und verteilten mindestens einmal ungehindert Flyer mit NS-Ideologie an das vergleichsweise junge Publikum. Au\u00dferdem griffen sie mehrmals Menschen, sowohl im &#8211; als auch direkt vor dem Club an. Sowohl der \u201eClub Pavillon&#8220;, als auch die Securityfirma, die die T\u00fcrsteher des Pavillon stellt, sollte ihren Mitarbeiter*innen mitteilen, dass Nazi(-schl\u00e4ger) nicht zu tolerieren sind. <\/p>\n<p><strong>2. Die Diskothek \u201eAlpenmax\u201c<\/strong>, (\ufeffGesch\u00e4ftsf\u00fchrer Herbert Brehm, Hofkamp 19, 42103 Wuppertal, eMail:info[at]alpenmax-wuppertal.com): Auch im Alpenmax sind regelm\u00e4\u00dfig folgende Nazis anzutreffen:<br \/>\nRene Heuke, Sascha Pohlmann, Tim Schulze-Oben, Tobias Maczewski <em>(siehe Anlage 5,6)<\/em><\/p>\n<p><strong>3. Die neu er\u00f6ffnete Kneipe \u201eHinz und Kunz\u201c<\/strong>, <em>(Kipdorf 11, 42103 Wuppertal, eMail:www.hinzundkunzwuppertal[at]web.de)<\/em>:<br \/>\nObwohl die Kneipe noch nicht lange existiert, sind die Nazis dort schon etablierte G\u00e4ste. Denjenigen, die sich \u00fcber die Nazis beschwerten und Hilfe erwarteten, (z.B. durch ein Lokalverbot der provokant auftretenden Nazis), wurde von den T\u00fcrstehern geraten, selbst zu gehen.<\/p>\n<p>Wir fordern alle Veranstalter*innen in Wuppertal auf, ihren Teil gegen die braunen Umtriebe in Wuppertal zu unternehmen und Nazis vor die T\u00fcr zu setzen.<br \/>\nGanz besonders m\u00f6chten wir die oben genannten Lokalit\u00e4ten darauf hinweisen, dass sie sich um ihr Naziproblem k\u00fcmmern m\u00fcssen, sonst werden sich antifaschistische Zusammenh\u00e4nge aus Wuppertal und der Umgebung dazu gezwungen sehen, speziell auf die einzelnen L\u00e4den hinweisende Kampagnen zu starten.<br \/>\nBesonders betrifft das den \u201eClub Pavillon\u201c, dessen Inhaber in der Vergangenheit mehrmals auf ihre braunen G\u00e4ste aufmerksam gemacht wurden.<br \/>\nAuch die dort eingesetzten Security-Firmen weisen wir deutlich darauf hin, dass sie daf\u00fcr sorgen m\u00fcssen, kein rechtsorientiertes\/rechtsoffenes Personal einzustellen und ihre Mitarbeiter*innen anzuweisen, Nazis und deren Gedankengut nicht zu dulden und entsprechende Absprachen mit den Lokalbetreiber*innen zu treffen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Betreiber*innen, die sich \u00fcber ihre M\u00f6glichkeiten (auch rechtlicher Natur) informieren m\u00f6chten, empfehlen wir diese <a href=\"http:\/\/www.wuppertaler-initiative.de\/402-broschuere-keine-raeume-fuer-nazis\" target=\"_blank\">Brosch\u00fcre<\/a>.<\/p>\n<p><em><strong>Anlagen:<\/strong><\/em><br \/>\n<em>(1)<\/em> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/keinbierfuernazis.noblogs.org\/files\/2012\/02\/pavillon-09-09-2011-1.jpg\"><br \/>\n1.v.l. Jennifer Heuke, 2.v.l. Jack Schmitz (09. September 2011 im Club Pavillon)<br \/>\n<em>(2)<\/em> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/keinbierfuernazis.noblogs.org\/files\/2012\/02\/pavillon-09-09-2011-2.jpg\"><br \/>\nl. Marc Fiedler, r. Jennifer Heuke (09. September 2011 im Club Pavillon)<br \/>\n<em>(3)<\/em> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/keinbierfuernazis.noblogs.org\/files\/2012\/02\/pavillon-10-06-2011-1.jpg\"><br \/>\nl. Lasse Femers, r. Tim Schulze-Oben (06. Juni 2011 im Club Pavillon)<br \/>\n<em>(4)<\/em> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/keinbierfuernazis.noblogs.org\/files\/2012\/02\/pavillon-10-06-2011-2.jpg\"><br \/>\nr. Maik Inderhess (Viersen)  (06. Juni 2011 im Club Pavillon)<br \/>\n<em>(5)<\/em> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/keinbierfuernazis.noblogs.org\/files\/2012\/02\/alpenmax-27-01-2012.jpg\"><br \/>\nl. Sascha Pohlmann, r. Rene Heuke (27. Januar 2012 im Alpenmax)<br \/>\n<em>(6)<\/em> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/keinbierfuernazis.noblogs.org\/files\/2012\/02\/alpenmax-03-02-2012.jpg\"><br \/>\nl. Tim Schulze-Oben, r. Tobias Maczewski (03. Februar 2012 im Alpenmax)<br \/>\n<em>(7)<\/em> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/keinbierfuernazis.noblogs.org\/files\/2012\/02\/hinzundkunz-12-02-2012.jpg\"><br \/>\nl. Rene Heuke (12. Februar 2012 im Hinz und Kunz)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wuppertal, den 24. Februar 2012 Sehr geehrte Lokalbetreiber*innen, liebe interessierte \u00d6ffentlichkeit! Die Kampagne \u201eKein Bier f\u00fcr Nazis\u201c wurde letztes Jahr ins Leben gerufen. Anlass war die deutlich gesteigerte Aktivit\u00e4t von organisierten Neonazis in Wuppertal. 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